Die Südseite des Schlosses Oberwiederstedt
Die Südseite des Schlosses Oberwiederstedt
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Ein Schloss mit bewegter Geschichte

Die Geschichte von Oberwiederstedt lässt sich bis ins 13. Jahrhundert zurückverfolgen. Vorläufer des heutigen Schlosses war ein Kloster. Wegen seines schlechten baulichen Zustands wurde es Ende des 14. Jahrhunderts aufgegeben. Der Graf von Mansfeld wandelte das Kloster im 15. Jahrhundert in ein Gut um. Nach dem Niedergang des Grafenhauses übernahm Rittmeister Jacob von Blankenburg das Anwesen. Seine Tochter heiratete Hans Christoph von Hardenberg. Die Familie von Hardenberg baute das Gut zum Schloss im Renaissance-Stil um.

Bis 1945 blieb Oberwiederstedt im Besitz der Familie. Nach der Enteignung wurde das Schloss als Altenheim genutzt. Wegen des schlechten baulichen Zustands beschlossen die DDR-Behörden, das Heim zu schließen und die Gebäude abzureißen. Engagierten Wiederstedter Bürgern gelang es, den Abriss zu stoppen. In rund 25.000 freiwilligen Arbeitsstunden retteten sie das Geburtshaus von Novalis vor dem Verfall, sanierten das Gebäude und konnten 1989 einen ersten Teil der Öffentlichkeit wieder zugänglich machen.

Nach der Wende konnte das Schloss dank der Zuwendungen von Bund, Land und Gemeinde sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz weiter saniert werden. Dazu trugen auch zahlreiche private Spender bei. Viele von ihnen sind Mitglied in der 1992 gegründeten Internationalen Novalis-Gesellschaft e.V. Die Gesellschaft arbeitet eng mit der Novalis-Stiftung „Wege wagen mit Novalis“ zusammen.

Ein weiterer Schritt wird die Wiederbelebung der historischen Lindenalle im Schlosspark. Dazu findet am 25. und 26. April ein Baumfest statt.
 
Forschungsstätte
für Frühromantik
und Novalis-Museum
Schloss Oberwiederstedt

Internationale
Novalis-Gesellschaft e.V.

Novalis-Stiftung